Cover von: The Drop - Bargeld

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The Drop - Bargeld

Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3257069154

ISBN-13: 

9783257069150

Auflage: 

1 (29.10.2014)

Preis: 

19,90 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 439.896
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3257069154

Beschreibung: 

Ein Überfall auf eine zwielichtige Bar, die Beute: Mafiageld. Die Täter sind schnell gefasst, doch wer steckt wirklich hinter dieser selbstmörderischen Aktion? Ein übereifriger Polizist, ein aufgebrachter Mafiaboss, ein psychopathischer Gangster, und plötzlich sieht der stille Barkeeper Bob Saginowski ein Geheimnis ans Licht gezerrt, das er jahrzehntelang gehütet hat.

Bob Saginowski ist Barkeeper. Er ist freundlich und fleißig. Und er ist schuldig. Eine Schuld, die er seit zwanzig Jahren auf seine Weise abbüßt – indem er es sich selbst versagt, am Leben teilzunehmen.Seit zwanzig Jahren arbeitet Bob in Marvins Bar, die schon lange nicht mehr Marvins Bar ist, sondern in der Hand der tschetschenischen Mafia. In manchen Nächten deponieren die Tschetschenen die Einnahmen aus ihren schmutzigen Geschäften in Marvins Bar. Und in einer dieser Nächte vergessen zwei Junkies, wer in diesem Teil der Stadt die Gesetze macht. Der Überfall auf die Bar bringt ihnen 5000 Dollar. Für Bob allerdings ist er mehr als nur eine unangenehme Episode, denn der Überfall bedeutet Aufmerksamkeit: die der Mafia und die der Polizei. Doch Bob hat jetzt einen Hund: Rocco. Er hat eine Freundin: Nadia. Und er hat ein gefährliches Geheimnis.

Kriminetz-Rezensionen

Amerikas dunkelste Seiten – Dennis Lehanes The Drop Bargeld

Selten hat mich in der letzten Zeit ein Krimi so sehr gefesselt wie Dennis Lehanes »The Drop - Bargeld«. Und der letzte Satz des Buchs ist programmatisch: »Man kann das Leben nicht kontrollieren.« Die Story, die Lehane entwickelt, hat das Potenzial für ganz großes Kino, was vermutlich der Grund dafür ist, dass Searchlight Pictures die Romanvorlage tatsächlich verfilmt.

»The Drop« spielt in den Neuengland-Staaten, in Boston, um genau zu sein. Die Kneipe von Onkel Marv dient der tschetschenischen und russischen Mafia zu bestimmten Zeitpunkten als Hort illegaler Gelder, da die Polizei sie dort nicht sucht. Und just als in der Bar jede Menge mafiöses Geld gehortet wird, findet ein Überfall statt. Uncle Marv und Bob, die beiden Barkeeper, geraten natürlich zunächst ins Visier der Mafia und müssen ihre Unschuld beweisen.

Was als knallhartes Gangsterdrama beginnt, besitzt aber auch nachdenkliche, stimmungsvolle Seiten. Bob verliebt sich in Nadia, die von ihrem Ex-Freund Eric tyrannisiert wird. Bob versucht verzweifelt seiner von der katholischen Kirche und Schuldgefühlen dominierten Einsamkeit zu entfliehen. Zuerst durch einen Hund und dann eben durch Nadia …

Aber beide, der Hund wie auch Nadia, gehören Eric, davon geht dieser zumindest aus. Und Eric hat nicht nur den Hund misshandelt. Eric ist geistig nicht zurechnungsfähig und sitzt häufiger im Knast und in der Irrenanstalt, als andere ihre Bettwäsche wechseln. Und schließlich plant Eric den ganz großen Coup. Er will die Bar am Super-Bowl-Samstag überfallen, da dann hier Millionen illegaler Gelder gebunkert werden. Aber wer hat ihm diese Information gesteckt? Und wie dicht ist der rührige Latino-Detektiv Torres den Gangstern auf den Fersen?

The Drop scheint aus europäischer Perspektive übertrieben und zu hart. Wer aber die Lebensrealität in den Vereinigten Staaten kennt, weiß, dass hier nichts übertrieben ist. Im Gegenteil. Lehane wird an manchen Stellen in all der harten Prosa immer wieder poetisch. So ist es knallhart, wenn er beschreibt, wie Eric von seinem afroamerikanischen Zellengenossen vergewaltigt wird und wie das dumpfe Leben in den Ghettos aussieht. Aber dann ist es wunderbar anrührend, wenn er erzählt, wie Bob und Nadia ganz langsam einander näher kommen. Ein wunderbarer Lesegenuss, zumal manche Sätze geschliffen scharf sind. Unbedingt Lesen!!!