Cover von: Gone Cat

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Gone Cat

Die stumme Zeugin. Kriminalroman
Buch: 
Taschenbuch, 352 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

373630157X

ISBN-13: 

9783736301573

Erscheinungsdatum: 

07.04.2016

Preis: 

14,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 491.797
Amazon Bestellnummer (ASIN): 373630157X

Beschreibung: 

In einer vom Mond erhellten Küche liegt eine Frau mit eingeschlagenem Schädel. Sie trägt einen gepunkteten Pyjama - genau die Art von Kleidung, die man nicht tragen sollte, wenn man wüsste, dass man bald im Mittelpunkt einer Mordermittlung steht. Ihr Haar hat die Farbe von zerdrückten Blaubeeren. An ihrem Finger fehlt der Ehering. Blut läuft aus der Kopfwunde und sammelt sich auf dem ausgetretenen Laminatboden. Ihre Leiche wird erst am Morgen gefunden werden, wenn ihr Ehemann mit einem schlimmen Kater erwacht. Natürlich werden alle sagen: »Er war es!«, denn sein Temperament ist in der Nachbarschaft bekannt. Ihr Sohn, ein sensibler Junge, wird bald seinen Vater verlieren. Noch schläft er, einen Teddybär im Arm, und träumt von einem goldenen Fisch, den er am Wochenende fangen wird.

Von der Blutlache, die von der zertrümmerten Stirn der Frau stammt, zieht sich eine Spur blutiger Pfotenabdrücke über den Boden. Sie führt zu einem offenen Fenster ...

Kriminetz-Rezensionen

Wer ermordete Poppy?

Jim Glew will der Familie zuliebe und aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter als Privatdetektiv arbeiten. Er schenkt seinem Sohn Bruno, der mindestens ebenso leidenschaftlich ermittelt wie der Vater, eine kleine Kamera, die Bruno seiner Katze Mildred am Halsband anbringt, denn er hat den Verdacht, dass jemand seine Katze mit Futter anlockt.

Als Jim seinen Freund Terry Rutter aufsuchen will, entdeckt er ihn volltrunken neben der Leiche seiner Frau Poppy. Außerdem sind dort Spuren – Katzenspuren. Hat Mildreds Kamera die Tat aufgenommen? Ist Terry der Mörder?

Der Fall lässt weder Jim noch Bruno los, sehr zum Leidwesen von Brunos Mutter. Es gibt immer wieder neue Verdächtige und doch bleibt Terry im Visier der Polizei.

Wir lernen diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven kennen, mal Jim, mal Bruno, aber auch aus der Sicht von Mildred.

Die Personen sind gut und ausführlich beschrieben. In der Straße scheinen sich alle möglichen skurrilen Typen zusammengefunden zu haben. Jim hat ein großes Vorbild, nämlich Philip Marlowe, mit dem er sich gerne mal unterhält. Er will etwas für Terry tun, da dieser ihm das Leben gerettet hat, ist sich aber überhaupt nicht sicher, ob Terry unschuldig ist. Terry ist ein aufbrausender Typ, der seinen Sohn abgöttisch liebt, aber bei seiner Frau schon mal schlagkräftigere Argumente hat.

Brunos Freund Dean hat es mit seinen Eltern Terry und Poppy nicht leicht und er tat mir sehr leid, denn er ist mit der Situation hoffnungslos überfordert. Der 11jährige Bruno ist pfiffig und naiv zugleich. Er will Dean helfen und ermittelt auf eigene Faust, dabei geht er oft viel zu weit: Er schreckt vor Einbruch nicht zurück, hält Informationen zurück und bringt sich in Gefahr. Seine altkluge Art fand ich anfangs nett, doch sie ging mir mehr und mehr auf die Nerven. Auch verstand ich die Eltern nicht, die ihm alles durchgehen ließen.

Obwohl die Geschichte an sich spannend ist und viele unverhoffte Wendungen zeigt, konnte sie mich nicht überzeugen.