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So ehrbar. So mächtig. So tot.
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In Döhlin an der Diller ist der Teufel los: Zuerst wird der smarte Oberstaatsanwalt Moritz Wagner ermordet, dann erwischt es auch noch den Polizeipräsidenten. Das daraufhin zusammengestellte Team um die junge und ehrgeizige Kriminaloberkommissarin Victoria Boll sowie ihren erfahrenen Kollegen Robert Wiehmer soll deshalb besser gestern als heute herausfinden, wer zu dieser gnadenlosen Hatz auf Döhliner Größen bläst. Erste Spuren führen zu den örtlichen Freimaurern und in die lokale Neonazi-Szene. Der Druck von oben wächst, doch die Taskforce hat immer noch kein Motiv für die Taten ermittelt. Als der nächste prominente Tote gefunden wird, steht Victoria vor einem Scherbenhaufen, denn nichts scheint zueinanderzupassen …














So ehrbar. So mächtig. So tot.
Wir beginnen das Buch auf der Trauerfeier des Döhliner Polizeipräsidenten Dr. Hans-Werner Schickler, der, wie einen Monat zuvor der Oberstaatsanwalt Moritz Wagner, durch zwei Kugeln in den Hinterkopf hingerichtet wurde.
Zur schnelleren Aufklärung der Fälle wird eine Taskforce gebildet, ein ziemlich bunter Haufen aus lauter unterschiedlichen Charakteren. Stefanie, Georg, Serge und Robert werden von Victoria angeführt, die nun eine weitere Chance hat, aufzusteigen.
Zunächst werden Gemeinsamkeiten der Opfer gesucht. Unter anderem wird bekannt, das Dr. Schicklers Sohn einen Hass auf seinen Vater hegt. Diese Richtung der Ermittlungen gehen in die lokale Neonazi-Szene. Bei Wagner laufen die Ermittlingen in die Richtung der örtlichen Freimaurer.
Nichts will auch nur ansatzweise zusammenpassen, da passiert es wieder....
In die Geschichte selber kommt man gut rein, der Leser ist von Beginn an eigentlich schon mittendrin im Geschehen.
Die Beschreibungen der Charaktere sind sehr schön, der Leser kann sich von jedem einzelnen Protagonisten ein Bild machen, auch auf die einzelnen Lebensumstände wird eingegangen.
Es sind sympathische und weniger sympathasiche Charaktere in dieser Geschichte enthalten.
Vor allem Victoria entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, sie wird zunehmend "menschlicher". Am Anfang ist sie noch recht kühl ihren Kollegen gegenüber, schleichend merkt man, wie sie sich ändert.
Wir lesen aus verschiedenen Sichten, so begleiten wir die Taskforce bei deren Ermittlungen, und auch dem Täter schauen wir bei seiner "Arbeit" über die Schulter.
Leider hat es die Geschichte nicht geschafft, mich in ihren Bann ziehen.
Was mir vor allem gefehlt hat, waren die falschen Fährten. So hatte ich leider keine Chance zu rätseln, wer der Täter ist, was sein Motiv sein könnte... Die Taskforce war so verbissen auf die lokale Neonazi-Szene und die örtlichen Freimaurer, das sie nichts anders in Erwägung gezogen haben, so dass es mir teilweise doch sehr schwer fiel, am Lesen zu bleiben, da kaum Abwechslung in die Handlungen und Gespräche kam... bis dann endlich durch einen Ermittlungs-Zufall der entscheidende Hinweis kam, da war mir der Täter inklusive Motiv dann auch bekannt.
Beim Showdown kam dann auch Spannung auf, und es überschlug sich alles. Leider ist das Ende relativ offen gehalten in so manchen Dingen, aber es soll im nächsten Teil ja weitergehen.