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Das Salz der Erde
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Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold! Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...














Michels Kampf um Gerechtigkeit
Michel de Fleury ist als Kaufmann in Mailand um dort bei einem Kollegen seines Vaters das Handwerk zu lernen.
Aber dann erhält er von zuhause die Nachricht das sein Vater verstorben ist und Jean sein Bruder bittet ihn nach Varennes St. Jaques zu kommen.
Michel macht sich auf die lange Reise nach Lothringen um zusammen mit Jean die Geschäfte seines Vaters weiter zu führen.
Als er allerdings in der Stadt ankommt stellt Michel sehr schnell fest was sich alles während seiner Abwesenheit verändert hat.
Aristide de Guillory der Ritter drangsaliert mit seinen Wegzöllen die Bürger und auch Bischof Ulmann der die Stadt führt ist nur auf das schnelle Geld aus und schröpft seine Bürger wo es nur geht.
Die Kaufmannsgilde will dies so nicht mehr hinnehmen, Gaspard der alte Freund von Michel will dies auf seine Weise machen, doch Michel ist klar das dies nicht der richtige Weg ist.
Michel tut sich mit anderen Gildemitgliedern zusammen und mit diesen gelingt es das sie langsam Gehör finde. Doch der Weg ist beschwerlich und lange. Michel muss viele Rückschläge hinnehmen, aber er muss für die Freiheit auch vieles Opfern, zuballerst die Freundschaft zu Gaspard aber auch seine große Liebe.
Ob all diese Opfer es Wert waren ist noch nicht abzusehen und Michel ist sehr oft hin und her gerissen.
Ein Historischer Roman, der mich in meiner Einstellung und Lesefreude hin und her gerissen hat. Denn Einerseits war die Geschichte sehr lebhaft und gut geschrieben, Andererseits war es manchmal etwas langatmig, was mich auch etwas im Lesefluss gestört hat.
Wobei ich finde, das der Autor Daniel Wolf die historischen Hintergründe sehr gut recherchiert hat und man dies auch in der Erzählung des Romans merkt.
Da die Geschichte über gut 33 Jahre erzählt wird, Wiederholt sich einiges auch, was dann doch etwas Schade ist.
Was ich allerdings als gut empfunden habe, war das es den Ort so nicht gibt, aber die Geschichte laut Überlieferung so ähnlich wohl in Lübeck stattgefunden haben soll
Auch die Zerrissenheit von Michel bzw. die Entschlossenheit mit der er seine Pläne verfolgt und auch wenn er erkennt wann es besser ist zurück zu stecken war wirklich sehr gut beschrieben und man konnte alles relativ gut nachempfinden.
Aber auch die anderen Personen waren gut beschrieben und hatten auch eine eigene Persönlichkeit.
Ebenso waren die Beschreibungen von Landschaften, Gegenden und Städten so das man alles gut nachvollziehen konnte. Geholfen hat da aber auch der Stadtplan von Varennes St. Jaques im Einband des Buches, aber auch die Landkarte von Lothringen und den Umliegenden Ländern.
Sehr gut fand ich auch das es ein Personenregister gab, denn im Laufe dieses dicken Buches konnte man sich einfach nicht jeden merken oder welche Rolle er wann und wo gespielt hat.
Alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen und ich bin schon gespannt auf ein neues Buch des Autoren.
Tolles Mittelalterepos
Zuerst sticht ins Auge, daß es sich hier wirklich um einen Wälzer mit über 1100 Seiten handelt. Das Cover gefällt mir sehr gut, auch die Klappen mit dem Innendruck. Die Landkarten, Personenregister, Anhang, Glossar und natürlich die Danksagung runden das Ganze ab. Hier kommt jetzt leider mein Kritikpunkt, denn bei mir hat sich die erste rote Seite gelöst und hat dem Lesen nicht standgehalten, obwohl ich vorsichtig umgegangen bin und keinen Leseknick im Buchrücken habe.
Zum Buch selbst. Wir begleiten Michel de Fleury während der Zeitspanne von 1173 bis 1206. Von einem Kind, das mit dem Vater und seinen Geschwistern fliehen muß, über seine Jugend, während der er drei Jahre in Mailand lernt und dann nach seiner Rückkehr nach Varennes. Der Leser erfährt viel über sein Leben als Kaufmann in einer Gilde und von seinen Problemen mit der Obrigkeit. Seinen Traum aus Varennes eine Stadt nach dem Vorbild von Mailand zu machen, verliert er nie aus den Augen. Denn Mailand hat ihn sehr geprägt und erscheint ihm, auch nach seinem Weggang, als das Paradies. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, ebenso die Kirche, der Lehnherr und sogar Barbarossa.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Seiten flogen förmlich dahin. Die Beschreibungen der Personen, der Örtlichkeiten und des Lebens waren sehr anschaulich und bildhaft, für den Leser ein echtes Kopfkino. Positiv wäre noch anzuführen, daß Kriege, Verbrennungen, Folterungen etc. stattfanden, aber nicht zu blutig und detailliert beschrieben wurden.
Für mich ein echtes Lesevergnügen und ein Buch, das ich sehr gerne weiter empfehlen werde!