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Der stille Sammler
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Beschreibung:
Als Brigid Quinn an den Leichenfundort in der Wüste Arizonas gerufen wird, erkennt die ehemalige FBI-Agentin sofort die Handschrift des Route-66-Killers: Floyd Lynch, der die Polizei zu den beiden Toten geführt hat, scheint jener Serienkiller zu sein, den Brigid viele Jahre vergeblich gejagt hat.
Doch irgendetwas stimmt nicht, das spürt auch Laura Coleman, die nun die Ermittlungen im Fall Lynch leitet. Verzweifelt, weil niemand ihre Bedenken teilt, vertraut sie sich Brigid an - und ist kurz darauf spurlos verschwunden ...














Stille? Nein, innere Aufruhr beim Lesen!
Skeptisch ging ich an das Buch. Eine alte FBI-Agentin, die im Ruhestand ist und nun ein beschauliches Leben an der Seite eines ehemaligen katholischen Priesters in einem fein eingerichteten Haus lebt. Das hörte sich für mich nach einem ruhigen und beschaulichen Roman an.
Da täuschte ich mich gewaltig! Schnell war ich von der Geschichte und dem spannenden und lebendigen Schreibstil gefesselt. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und fühlte mich mitten drin im Geschehen.
Der Prolog startet aus der Sicht des Verbrechers Peasil. Beim Steinesammeln beobachtet er eine alte Frau, die in ihm mörderische-erotische Fantasien weckt. Er überfällt die Frau ohne zu ahnen, dass es eine ehemalige FBI-Agentin ist.
Der Schreibstil ändert sich und es geht im Ich-Stil mit der eigentlichen Geschichte um Hauptprotagonistin Brigid Quinn weiter. Das Geschehen aus dem Prolog wird geschickt wieder aufgegriffen und in den Haupthandlungsstrang eingebunden.
Quinn wird von ihrer Nachfolgerin Coleman hinzugezogen, als nach etlichen Jahren endlich der sagenumwobene Serienkiller der Route 66 gefasst wird. Quinn hatte damals eine junge Kollegin als Lockvogel eingesetzt und verloren. Nun gibt es einen geständigen Verdächtigen. Quinn hofft nun endlich Ruhe zu finden und weiterhin ihr ruhiges Leben an Carlos Seite zu führen.
Aber sie hat Zweifel an der Aussage des festgenommen Serienkillers. Warum kann er das FBI zu den mumifizierten Leichen, an denen er sich vergangen hat, führen, weiß aber nicht, wo er seine Trophäen, die abgeschnittenen Ohren, versteckt? Ihre Zweifel werden nur noch mehr geschürt als die Agentin Coleman spurlos verschwindet.
Quinns Jagstrieb ist geweckt, um Coleman zu finden und den wahren Route 66 Killer auszumachen, setzt sie alles aufs Spiel – auch ihre glückliche Ehe.
Die Geschichte war fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Es gab das ein oder andere Widersprüchliche in der Geschichte (das Glas auf dem Tresen, z. B.), aber vor lauter Spannung hatte ich keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen und wollte es auch nicht! Ich wollte den Nervenkitzel genießen.