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Totenfrau
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Erscheinungsdatum:
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Beschreibung:
Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Ihr Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird er überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Das Wichtigste in ihrem Leben ist plötzlich nicht mehr da. Ihr Halt, ihr Glück. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten. Sie sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste ihr Partner sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Warum sie das tut? Warum sie dazu fähig ist? Die Antwort darauf liegt Jahre zurück.














Blum und Mark. Liebe und Tod.
„Totenfrau“ erzählt die Geschichte von Brünhilde Blum. Sie ist Bestatterin in dem Familienbetrieb. Nach einer schweren Kindheit, kommt es zum Tod ihrer Eltern. Dadurch lernt sie den Polizisten Mark kennen und lieben. Sie haben zwei Kinder und sind glücklich miteinander. Dieses Glück zerbricht als Mark einen tödlichen Autounfall hat.
In seinem Arbeitszimmer stößt sie auf Hinweise, dass Mark viele Treffen mit einer gewissen Dunja hatte. Blum spürt die Eifersucht und weiß, dass er sie nie betrogen hätte. Sie beginnt zu forschen, wer diese Dunja war und was Mark von ihr wollte. Sie macht Dunja ausfindig und ist fassungslos, als sie Dunjas Geschichte hört. Von da an weiß sie, dass Mark keinen Unfall hatte. Blum macht sich auf die Suche nach den Tätern und kennt keine Gnade mit ihnen.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich, fast wie ein Tagebuch. Er besteht aus Stichpunkten, Halbsätzen und Dialogen ohne Begleitsätzen. Mir hat das gut gefallen. Ich konnte mich schnell hinein finden.
Allerdings ist die Handlung auch schnell und bündig. Das wirkt beim Lesen etwas gehetzt. Wenn man als Leser ernsthaft über die Handlung nachdenkt, fällt einem schon auf, dass alles zu rund läuft. Blum findet einen Täter nach dem anderen, findet Filme auf unverschlüsselten Rechnern und kann handeln ohne Zuschauer. Und selbst der eine Beobachter lässt sich schnell in seine Schranken weisen. Nach und nach erfährt der Leser was Dunja und ihren zwei Mitgefangenen im Keller wirklich widerfahren ist. Schrecklich und grausam. Genau das fesselte mich an der Geschichte - bis zum Ende immer mehr Details zu erfahren.
Das Ende war nicht überraschend, da ich die Identität des letzten Täters schon geahnt habe. Trotzdem hat mich das Buch doch bis zum Ende gefesselt. Was auch an der tiefen Liebe zwischen Mark und Blum lag und an dem Zusammenhalt der Familie bzw. Freunde, wie Reza.
Dieser Zusammenhalt hat mich tief berührt.
Tod und Frau
Der Tod ist immer Blums Begleiter; um weiterzuleben, muss sie sich dem Grauen stellen. Die Verwicklungen sind faszinierend, das Buch nimmt nicht Fahrt auf, sondern fesselt von Anfang an.
Die Charaktere sind glaubhaft, und es gelingt dem Autor, wenn nicht gar Sympathie, so doch wenigstens Verständnis für die Mörderin zu entwickeln.
Einziges Manko wie bei allen Aichner-Büchern: es ist zu schnell ausgelesen, weil man es nicht aus der Hand legen kann.