Wenn Du über einen Link auf dieser Website kaufst, unterstützt Du Kriminetz, da wir dann eine kleine Provision erhalten.
Glut und Asche
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Erscheinungsdatum:
Preis:
Beschreibung:
Episch, gewaltig, atemberaubend.
»Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte.« Danny Boy Lorca ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als er sich ins Büro von Sheri Hackberry Holland schleppt. In der Wüste nahe der texanisch-mexikanischen Grenze wurde er Zeuge eines brutalen Mordes. Von einem zweiten Gefangenen fehlt jede Spur. Hackberry Holland hat erneut alle Hände voll zu tun, um für Gerechtigkeit zu sorgen.
















Grandios – Glut und Asche
Nach „Regengötter“ ist mit „Glut und Asche“ nun James Lee Burkes zweiter Kriminalroman bei Heyne Hardcore erschienen. Und immer noch gilt, dass James Lee Burke, obwohl seit Jahrzehnten im Geschäft und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, als Entdeckung für den deutschen Krimi-Markt gelten kann. Und es ist dem Scharfsinn und Mut der Lektoren von Heyne (Hardcore) zu verdanken, dass Burke nun dem großen deutschen Publikum (wieder) bekannt gemacht wird.
An und für sich unterscheidet sich „Glut und Asche“ nicht wesentlich von Burkes "Regengötter". Aber damit ist auch schon alles Kritische gesagt, denn der Rest ist grandios. „Glut und Asche“ spielt in Süd-Texas und auch dieses Mal hat Scheriff Hackberry Holland alle Hände voll zu tun. Der knapp 80-jährige muss sich wieder mit dem FBI, anderen Geheimdiensten, mexikanischen Banditen und seinem Antagonisten, den Preacher Jack Collins herumschlagen. Natürlich gibt es auch wieder ein Love Interest mit Pam, die ihm formal als Deputy Sheriff untergeordnet ist. Alles beginnt mit einem mescalsüchtigen Indianer, der in der Wüste einen grauenhaften Mord gesehen hat. Es geht um einen FBI-Überläufer, der anscheinend Pläne für Drohnen veräußern möchte. Und auf einmal geben sich die Großen und Bösen dieser Welt die Klinke in die Hand: FBI, russische Mafia, Al Qaida und mexikanische Drogengangster. Und natürlich taucht in den richtigen Augenblicken auch wieder der Preacher auf, ein gnadenloser, bibelfester Killer, der mit seiner Thompson-Maschinenpistole alles aus dem Weg räumt.
Ebenso wie "Regengötter" besitzt „Glut und Asche“ Passagen voller literarischer Stärke, die v.a. an William Faulkner, den großen Schriftsteller des Südens, erinnern. Ebenso weist der Thriller starke Noir-Komponenten auf, immer wenn es um Schmerz, die Einsamkeit und die Verzweiflung der Protagonisten geht. Holland ist ebenso sehr vielschichtiger Charakter (Korea-Veteran, Anwalt der Bürgerrechtsbewegung ...) wie sein Antipode der Preacher, der keine Gelegenheit auslässt, der Welt und seinen Mitmenschen ihre Verderbtheit unter die Nase zu reiben. Gerade wegen der 700 Seiten ein vorzügliches Lesevergnügen, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Jede einzelne Seite ein hoher Lesegenuss.