Cover von: Gute Töchter

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Gute Töchter

Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3959670060

ISBN-13: 

9783959670067

Auflage: 

1 (09.10.2015)

Preis: 

19,90 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.632.376
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3959670060

Beschreibung: 

»Aber wir wollten mehr als seine Lieblinge sein. Wir wollten seine Helfer und Handlanger, seine Geheimwaffe sein. Wir lebten vielleicht nicht mehr mit ihm zusammen. Aber wir würden für ihn unersetzlich sein.«

»Wie fühlt es sich an, tot zu sein?« Rachel hält so lange wie möglich den Atem an, liegt neben ihrer elfjährigen Schwester auf dem Berghang und beobachtet, wie die Geier über ihnen Kreise ziehen - über dem Hang, auf dem der Sunset Strangler mehrere Frauen umgebracht hat. Es ist eins der folgenschweren Spiele eines Sommers, in dem die Mädchen ihrem Dad, dem Detective, helfen und den Mörder stellen wollen - mit verhängnisvollem Ausgang. Denn sie bringen sich in höchste Gefahr und nach diesem Sommer ist nichts mehr, wie es einmal war.

Kriminetz-Rezensionen

Kindheitserinnerungen

Zum Inhalt:
In den 70er Jahren treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Kalifornien. Die beiden Schwestern Patty und Rachel werden doppelt von diesem Umstand beeinflusst: Einerseits ist der Hauptschauplatz der Verbrechen ihr bevorzugter Aufenthaltsort, andererseits fungiert ihr geliebter und bewunderter Vater als Chefermittler. Das führt dazu, dass die beiden Mädchen in das Visier des Killers geraten.

Mein Eindruck:
Coming of age oder Krimi? Schwierige Kindheit durch Scheidung und folgender Depression der Mutter oder viel Spaß beim Heranwachsen durch Freiheit und Fantasie? Diese Geschichte kann sich nicht entscheiden, will es aber möglicherweise auch gar nicht.

So liest man von einer durch materielle Beschränkungen aber voll mit schwesterlicher Liebe geprägten Kindheit in der Nähe von San Francisco und die damit verbundenen Leiden und Freuden. Die Morde wirken eher wie in die Geschichte getupft und werden eher als persönliche Einschränkung empfunden, als dass sich die Kinder wirklich mit den Gefahren und „echten“ Begebenheiten befassen. Dieses Einfühlen in die kindliche bzw. jugendliche Seele gefällt besser als der später im Buch folgende Teil, der von der erwachsenen Rachel (inzwischen Schriftstellerin) geschildert wird. Kurioserweise nimmt man der Autorin die Ich-Perspektive jetzt nicht mehr so gut ab. Die Naivität der Kinderjahre ist verloren, aber die Distanz zu den Geschehnissen bleibt. Möglicherweise soll das den Erlebnissen Rachels geschuldet sein mit den Erfahrungen der Trennung der Eltern und dem prägenden Verhältnis zu ihrer Schwester, trotzdem wirkt es für eine Schriftstellerin aus dem Bereich der Belletristik unglaubhaft, dass die Aufsicht auf die Ereignisse nicht einer Schilderung mit mehr Eindringlichkeit weicht. Die Dramatik am Ende wirkt dadurch aufgesetzt, zu unterkühlt verlaufen die Erzählungen Rachels bis zu diesem Zeitpunkt.

Dennoch hält die Geschichte die Leser bei der Stange, nicht unbedingt gefesselt, aber interessiert.

Fazit:
Anders als erwartet, dennoch gut