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Eisenberg
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Er weiß, wovon er schreibt: Andreas Föhr, Jahrgang 1958, hat Jura studiert und in München promoviert. Jahrelang war er als Anwalt tätig, bevor er sich mit dem Schreiben von Drehbüchern einen Namen machte. Jetzt hat der SPIEGEL-Bestsellerautor eine Figur geschaffen, die nicht nur sein juristisches Fachwissen teilt, sondern auch seinen Glauben daran, dass jeder, ob schuldig oder nicht, einen Verteidiger verdient, der ganz auf seiner Seite steht: Dr. Rachel Eisenberg. Rachel ist Mitinhaberin einer angesehenen Münchner Kanzlei, frisch getrennt und Mutter einer 13-jährigen Tochter. Ihr neuer Fall soll eigentlich nur ein bisschen Medienpräsenz bringen - ein Obdachloser, der eines äußerst gewalttätigen Mordes verdächtigt wird -, doch als sie ihrem Mandanten zum ersten Mal gegenübersitzt, ist Rachel sprachlos: Sie kennt den Mann - oder glaubte das zumindest ...














Spannender Auftrakt einer neuen Krimireihe
Protagonistin in dieser neuen Krimireihe ist Rachel Eisenberg, Rechtsanwältin und spezialisiert auf Strafrecht. Ihre Kanzlei führt sie zusammen mit Noch-Ehemann Sascha, die gemeinsame Tochter lebt bei Rachel.
Nicole Böhm, eine obdachlose junge Frau mit Hund, möchte Rachel als Rechtsanwältin für ihren Freund beauftragen. Dieser wird beschuldigt, die Studentin Johanna Mend grausam getötet zu haben. Beim ersten Treffen mit dem Beschuldigten erkennt Rachel in ihm ihren früheren Lebensgefährten Professor Heiko Opitz wieder. Dadurch geraten die Anschuldigungen für sie in ein anderes Licht und Rachel übernimmt seine Vertretung.
In einem weiteren Strang werden zurückliegende Ereignisse geschildert. Leonora Shkodra und ihre 9jährige Tochter Valentina flüchten aus dem Kosovo und werden dabei beobachtet und verfolgt.
Der Krimi wechselt nun ständig zwischen den beiden Strängen und Perspektiven. Die gewonnenen Erkenntnisse fügen sich für den Leser immer mehr zu einem Bild, doch dann zaubert der Autor noch einige Überraschungen hervor bis es zum großen Showdown kommt.
Dieser Kriminalroman ist spannend geschrieben und flüssig zu lesen. Er gewährt dem Leser einen kleinen Einblick in das Justizwesen und die Schilderungen erscheinen mir sehr realistisch. Das Engagement von Rachel geht meiner Meinung nach weit über die Tätigkeit eines Anwalts hinaus und macht sie dadurch nur sympathischer und menschlicher. Auch die Charakterisierung der anderen Figuren ist authentisch und die Handlungen nachvollziehbar. Das Finale bringt die Stränge zusammen, erschien mit persönlich aber etwas überzogen.
Der Cliffhanger am Ende überzeugt jeden Leser davon, dass er den nächsten Band auf jedem Fall lesen muss!
Eine Anwältin will Klarheit
Dr. Rachel Eisenberg ist Anwältin aus Leidenschaft und nimmt auch schon mal einen Fall an, der sie interessiert und nicht das große Geld bringt. Als ein Obdachloser wegen eines sehr gewalttätigen Mordes am Flaucher verhaftet wird, ist das ein Fall für sie. Doch als sie den Verdächtigen das erste Mal sieht, erlebt sie eine Überraschung. Sie war mit dem Mann eine Zeitlang zusammen.
Das Buch beginnt schon sehr dramatisch. Wir erleben Rachel, als sie gefangen und gut verschnürt auf ihren Tod wartet. Doch was hat sie in diese Situation gebracht?
Heiko, der ehemalige Physikprofessor, lebte in letzter Zeit auf der Straße und Rachel weiß nicht, was sie von ihm halten soll, obwohl sie früher mit im leiert war. Er verhält sich merkwürdig und ist undurchschaubar. Dennoch übernimmt sie diesen Fall. Obwohl die Beweise gegen Heiko Gerlach erdrückend sind und er gesteht, gibt es immer mehr Zweifel, ob der Fall wirklich so einfach ist. Rachel Eisenberg sieht Mängel bei der Polizeiarbeit und macht sich selbst an die Ermittlungen.
Daneben gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang. Eine Albanerin mit ihrer kleinen Tochter verschwinden auf ihrer Flucht nach Deutschland spurlos. Was hat diese Geschichte mit dem Mord am Flaucher zu tun?
Rachel Eisenberg ist eine engagierte und risikobereite Anwältin, die im Interesse ihres jeweiligen Mandanten auch schon mal am Rande der Legalität handelt. Vor Gericht läuft sie zu Hochform auf. Sie hat die Trennung von ihrem Mann Sascha noch nicht wirklich verwunden, was dadurch auch noch erschwert wird, dass sie eine gemeinsame Kanzlei führen. Tochter Sarah ist gerade in einem schwierigen Alter, in dem man auch schon mal Grenzen überschreitet, aber Rachel und Sascha gehen damit recht entspannt um.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, so dass man alle gut kennenlernt. Das hilft einem aber überhaupt nicht, den Täter aus der Reihe der Verdächtigen frühzeitig herauszufinden. Dieser Krimi führte mich mit seinen vielen unverhofften Wendungen immer wieder auf neue Fährten und bis zum Ende wusste ich nicht, was denn nun wirklich Sache ist. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und die Spannung steigt zum Ende noch mal dramatisch.
Es bleiben noch Fragen offen, die dann erst in einem Folgeband geklärt werden.
Ein sehr spannender und überzeugender Krimi.
Ein toller Auftakt für eine neue Reihe
Zum Inhalt:
Rachel Eisenberg ist Anwältin für Strafrecht in München und lässt sich überreden, einen Mordfall zu übernehmen. Ein Obdachloser soll eine Studentin auf grausame Weise getötet und entstellt haben. Bei dem ersten Treffen mit ihrem Mandanten stellt Rachel fest, dass es sich um ihre verflossene Liebschaft Heiko handelt. Als Heiko überraschend gesteht, kann Rachel das nicht glauben, beginnt selbst zu recherchieren und gerät in große Gefahr.
Mein Eindruck:
Herr Föhr beweist eindrucksvoll, dass er auch jenseits des Genres Heimatkrimi gute Geschichten erzählen kann. Der augenzwinkernde Humor kommt zwar nicht so schenkelklopfend daher wie in den Kreuthner/Wallner-Krimis vom Tegernsee, ist jedoch in ausreichender Menge vorhanden und zeigt sich auf eine eher subtile Weise.
Dieser Krimi ist gespickt mit lebensechten Figuren, die sich durch Tiefe und eine glaubhafte Entwicklung auszeichnen. Sie verharren nicht in einer Schwarz/Weiß-Pose, sondern dürfen Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, die die Leserschaft immer wieder überraschen und zum Nachdenken zwingen. Der Fall ist stimmig, die Arbeit von Anwälten, Gericht und Polizeibeamten interessant geschildert und die Schauplätze mannigfaltig und gut gewählt.
Einige Wendungen und ein absolut gelungener Abschluss sind der Grund dafür, dass man sich auf den nächsten Fall mit Frau Eisenberg, ihrer Kanzlei und ihrer (erweiterten) Familie freut - dann hoffentlich wieder in dieser geschliffenen Sprache und mit feinem Humor.
Fazit:
Überaus amüsant und nervenaufreibend in perfekter Mischung