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Vor dem Fall
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An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, greifen immer abstrusere Verschwörungstheorien um sich. Scott versucht verzweifelt, sich den Medien zu entziehen – und gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist.














Eine bewegende und spannende Geschichte
Scott ist Maler und nicht gerade auf Rosen gebettet, da sein Durchbruch noch auf sich warten lässt. Auf Martha’s Vineyard lernt er die Batemans kennen, die ihm anbieten, mit ihnen in einer Privatmaschine nach New York zu fliegen. Scott nimmt das Angebot an und so sitzt er mit in der Maschine, als diese startet. Doch dann passiert das Unfassbare: Die Maschine stürzt ab und wie durch ein Wunder überlebt Scott und kann den vierjährigen JJ, den einzigen anderen Überlebenden des Unglücks, retten.
Sehr schnell muss Scott erkennen, dass er kein Privatleben mehr hat und von einem Helden fast schon zu einem Täter wird. Wird es den Behörden gelingen, den Absturz aufzuklären?
Ich muss gestehen, dass mir der Name des Autors Noah Hawley nichts gesagt hat. Aber als ich die Informationen über ihn im Einband des Buches gelesen habe, habe ich erkannt, wie bekannt er eigentlich ist, denn "Bones - Die Knochenjägerin" kennt ja eigentlich jeder. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, auch wenn ich mir nicht so sicher war, ob es sich um einen Roman oder eher um einen Krimi handelt.
Ich bin völlig ohne Erwartungen an den Roman rangegangen, damit ich nicht enttäuscht werde, falls es in eine Richtung geht, die ich nicht erwartet hätte. Der Einstieg ins Buch ist mir recht leicht gefallen und auch wenn ich mich beim Lesen etwas schwer getan habe, bin ich doch gut vorangekommen. Alle paar Kapitel habe ich eine Pause gemacht, einfach um das Gelesene sacken zu lassen.
Die Geschichte ist auf mehrere Erzählstränge aufgebaut und erzählt die Geschichte ab dem Absturz, aber es wird auch erzählt, wer und wie die Personen waren bzw. noch sind, die mit dem Flugzeug saßen.
Es gab einige Drehungen und Wendungen, die ich zu Beginn so nicht erwartet hätte, und die der Handlung mehr als nur eine Richtungsänderung gegeben haben. Wobei man allem aber wirklich sehr gut folgen konnte.
Der Spannungsbogen war hier wirklich bis zum Schluss erhalten und durch die vielen Informationen tappte man als Leser recht lange im Dunkeln und konnte sich so seine Gedanken machen, was wohl der Grund für den Absturz war.
Es waren zwar sehr viele Figuren, die man im Laufe des Romans kennengelernt hat, aber alle waren mit sehr viele Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sie sich sehr gut während es Lesens vorstellen konnte. JJ ist mir recht schnell ans Herz gewachsen und ja, ich hatte auch Mitleid mit ihm, denn es ist nicht einfach, was er alles erdulden musste.
Auch die Handlungsorte fand ich sehr gut beschrieben, die Orte sind allerdings mehr im Hintergrund geblieben, da die Handlung an sich recht komplex war, und man sich sehr auf sie konzentriert hat. Die Orte konnte man sich aber auch sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Alles in allem hat mir der Roman gut gefallen und ich habe einige schöne Lesestunden mit ihm verbracht. Bei der Punktevergabe tue ich mich hier etwas schwer, da mir das Ende dann doch etwas zu abrupt kam und man nicht mehr erfahren hat ob Scott nun wieder seinen Frieden gefunden hat und deshalb vergebe ich hier vier von fünf Sternen.