Wenn Du über einen Link auf dieser Website kaufst, unterstützt Du Kriminetz, da wir dann eine kleine Provision erhalten.
Mord auf Antrag
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Auflage:
Preis:
Roland Benito wird auf einen schwierigen Fall angesetzt: Zwei Jungen finden in einem Moor bei Mundelstrup eine Frauenleiche. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergeben: Der Mord liegt bereits über zwanzig Jahre zurück. Während bei der Polizei von Aarhus erste Spuren nach Afrika führen, klingelt bei Anne Larsen, Journalistin der Dagens Nyheder, das Telefon. Ein anonymer Anrufer, der etwas über die Identität des Opfers zu wissen scheint. Und weitere Morde prophezeit …














Bedächtiger Krimi
Das verbotene Moor hat auf zwei Jungs eine große Anziehungskraft. Dass sie ausgerechnet eine Moorleiche entdecken, bringt eine mehr als zwei Jahrzehnte alte Vermisstenmeldung zur Aufklärung. Aber nicht nur das, kurz danach nimmt Anna Larsen, eine ehrgeizige Journalistin, einen anonymen Anruf entgegen, der noch weitere Morde vorhersagt.
Das ist der Auftakt zu einer Mordermittlung, die Robert Benito zusammen mit den Kollegen vom Kommissariat in Aarhus lange beschäftigt. Gleichzeitig gerät das Leben von Kamilla und Sabrina, zwei jungen Frauen aus Aarhus, die sich nicht kennen aus den Fugen.
Skandinavische Kriminalromane spiegeln häufig ein Bild der Gesellschaft, so werden auch hier soziale und gesellschaftspolitische Themen angepackt. Vielleicht stehen sie sogar ein wenig zu sehr im Vordergrund, denn ich so richtig Spannung wollte bei mir nicht aufkommen. Ich möchte nicht zu viel zum Thema sagen, um nicht gleich alles zu verraten. Aber auch so ist schon nach einem Drittel der Geschichte klar, wie die Geschehnisse verknüpft sind. Der Roman beleuchtet parallel die Lebensgeschichte einiger Protagonisten und ihre Verbindung zur Vergangenheit. Allerdings fesselten mich die Handlungsstränge nicht allzu sonderlich, hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Der Stil der Autorin ist sachlich, unaufgeregt und fast ein wenig kühl, das passt zu diesem Buch, das zwar als Krimi angelegt ist, aber fast schon ein Gesellschaftsdrama ist.
Sehr gut fand ich die Auflösung, die jeden Leser für sich die Frage nach Recht und Schuld stellen lässt.
Nicht überzeugend
Zwei Jungen finden in einem Moor bei Mundelstrup eine Frauenleiche. Die Gerichtsmedizin stellt fest, dass die Tote bestimmt zwanzig Jahre dort im Moor lag. Kein einfacher Fall für die Polizei.
Dann erhält die Journalistin Anne Larsen einen Hinweis. Der anonyme Anrufer scheint einiges zu wissen und kündigt weitere Morde an.
Nachdem bald feststeht, dass es sich bei der Toten um eine Krankenpflegerin handelt, die seinerzeit verschwunden war, nimmt man den ehemaligen Lebensgefährten ins Visier. Dann gibt es wieder einen Toten, ein Arzt wurde ermordet.
Man braucht eine Weile, um in diese Geschichte hineinzukommen, denn es gibt so viele Personen, dass man leicht den Überblick verliert. Doch sobald man sich eingelesen hat, geht es besser. Auch wenn man es nicht wüsste, würde man anhand der behäbigen Erzählweise und des eher nüchternen Schreibstils dieses Buch gleich als Skandinavien-Krimi erkennen.
Die Ermittlungen in diesem Fall werden von zwei Seiten betrieben. Das ist einmal der Kommissar Roland Benito, der von Berufs wegen involviert ist. Die ehrgeizige Journalistin Anne Larsen wittert eine Riesenstory und hängt sich daher auch rein. Die Personen waren zwar gut beschrieben, aber ich konnte zu niemandem eine Beziehung aufbauen.
Die Geschichte ist komplex und bis sich aus den einzelnen Handlungssträngen ein Gesamtbild ergibt, dauert es ein wenig. Das Ende ist überraschend, aber es bleibt einiges offen.
Nicht so recht überzeugend.