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Lauter Leichen
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Ein rasanter Krimi mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors im noblen Hamburger Westen. Elli Gint, 31 Jahre alt, Malerin und Teilzeit-Henkerin, kann es kaum glauben: Ausgerechnet für einen Mord, den sie NICHT begangen hat, rückt ihr die Polizei auf den Pelz. Die erscheint mit einem besonders harten Geschütz. Polizeihauptkommissar Hiob Watkowski ist nicht nur der berüchtigste Ermittler des Landeskriminalamtes. Er glaubt auch, dass Elli, Mutter Martha und Oma Frieda schwarze Witwen sind. Die toten Ehemänner und Liebhaber sprechen eindeutig für diese Theorie. Enthusiastisch und nicht immer gesetzeskonform macht Hiob sich daran, den Damen das Handwerk zu legen. Es braucht allerdings noch einige weitere Leichen, bis er erkennt, dass er es mit einem erfahrenen Mörder zu tun hat, dessen Motiv in den Milliarden liegen könnte, die es zu erben gilt














Frauenpower mit Witz und krimineller Ader
Gerne würde ich diesem Krimi eine 5+ geben, denn es ist ein Buch, das mich auch zum Lachen und Schmunzeln gebracht hat, obwohl der Weg mit Leichen nur so gepflastert ist. Er ist so vollgepackt mit Absurditäten, Skurrilem Humor und Situationskomik, dass man manchmal vergisst, dass man es hier auch mit Leichen und deren unfreiwilligem Ableben zu tun hat.
Allein schon die Charakterisierung der einzelnen Personen, die in dieser Geschichte auftauchen, ist haarsträubend komisch und ungewöhnlich. Den Vogel schießen aber die „drei Damen“ ab, ihr Mutterwitz ist einfach köstlich und Elenor, oder Elli, wie sie gerufen wird, liebe ich einfach. Oma Frieda ist wirklich der Knaller und die etwas abgehobene Martha, Mutter von Elli, passt als Gegenpol hervorragend dazu.
Das Trio macht Hiob Watkowski, dem Leiter der Ermittlungen, das Leben ganz schön schwer. Er kommt einfach nicht an sie heran. Aber er ist zäh, wühlt weiter im Dreck und gibt nicht auf. Außerdem ist er ein gutaussehender und interessanter Mann und, ob sie will oder nicht, irgendwie scheint Elli ein Faible für ihn zu haben, und er auch für sie, hier kommt auch eine kleine Priese Romantik ins Spiel.
Als Elli, eine Malerin aus Leidenschaft, sich mit ihrem „Auf“ und „Ab“ EX, Peter, in der Villa ihrer derzeit in Florida weilenden Mutter, trifft, setzt sie Ereignisse in Gang, die in nächtlichen Grabungen, dem Verschwinden einer Leiche in Nachbars Seerosenteich, der serbischen Mafia und dem Ermittlerteam um Hiob Watkowski, der bei dieser Gelegenheit hofft, gleichzeitig den rätselhaften Tod seines eigenen Vaters zu klären, gipfeln.
Aber bei all der Fröhlichkeit es gibt auch durchaus ernsthafte Ermittlungen, nachdenkliche, leise Töne, Krieg und Bomben in kurzen Rückblenden und die Geschehnisse, die damals den Beginn dieser unglaublichen Geschichte ausmachen. Und einen irren Mörder, der jahrzehntelang unentdeckt bleibt.
Die Ermittlungen gehen weiter und zu guter Letzt sind ALLE irgendwie darin verwickelt, aber das Offensichtliche ist nicht immer das Wahre.
Ein Krimi, der so ganz anders ist und mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Obwohl ich viel gelacht und geschmunzelt habe – die Ermittlungen von Hiob zu den einzelnen Mordfällen und ihre Verbindung zueinander sind spannend, teils auch verwirrend, aber immer auch logisch nachvollziehbar.
Es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.
Meine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber von Krimis der besonderen Art 5+