Kriminetz Krimi Rezensionen

Cover von: Dornbusch
Rezension zu: Dornbusch

„Dornbusch“ von Ross Thomas ist jetzt im Alexander Verlag erschienen. Die Neuübersetzung von Jochen Stremmel ist der brillanten Übersetzung von Jürgen Behrens (Wunderlich Taschenbuch 1998) beinahe ebenbürtig. Es geht bei Ross Thomas – wie immer möchte man sagen - hochpolitisch zu. Erneut ist der Protagonist (Ben Dill) ziemlich cool und passt damit perfekt zu Thomas‘ lockerer und dennoch hochfokussierter Schreibe.

Zum Inhalt: Dill ist der Berater des...

Cover von: Porkchoppers
Rezension zu: Porkchoppers

Es ist das Gütezeichen von Ross Thomas, hochpolitische Kriminalromane zu schreiben. Laut den Nachbemerkungen des erstklassigen Übersetzers Jochen Stremmel handelt es sich bei dem im Berliner Alexander Verlag erschienenem „Porkchoppers“ um den ersten Roman von Thomas, der in der auktorialen Erzählsituation geschrieben ist. Alle vorigen Romane waren in der Ich-Erzählsituation geschrieben. Dieses Novum ist dem Gegenstand des Romans geschuldet. Den schmutzigen...

Cover von: Neue Hoffnung für die Toten

Tarantino soll gesagt haben, dass er nicht Neo-Noir sein, sondern eine große Affinität zu Charles Willeford sehe. Und der Willeford selber behauptete, dass die Wahrheit mit schwarzem Humor verwechselt würde. Nach Willefords „Miami Blues“ wurde nun sein zweiter Hoke-Moseley-Fall „Neue Hoffnung für die Toten“ vom Alexander Verlag in Berlin aufgelegt. „Neue Hoffnung für die Toten“ tendiert eindeutig mehr zum Pulp als Noir, denn hier geht es weniger um die dunklen...

Cover von: Miami Blues
Rezension zu: Miami Blues

Endlich wurde Charles Willefords „Miami Blues“ wieder neu aufgelegt. Dieses Verdienst ist dem Alexander Verlag in Berlin zuzuschreiben. Willeford vereinigt exemplarisch Pulp und Noir. Nicht umsonst hat Quentin Tarantino Willeford als eines seiner großen Vorbilder genannt.

„Miami Blues“ handelt vom Duell zwischen dem jungen Psychopathen Frederick J. Frenger jun. und dem Cop Hoke Moseley. Moseley ist kein strahlender Held in schimmernder Rüstung, aber er...

Cover von: Der Messingdeal
Rezension zu: Der Messingdeal

Wie immer geht es bei Ross Thomas hochpolitisch zu. Da spielt auch der soeben im Alexander Verlag Berlin erschienene „Messingdeal“ keine Ausnahme. „Der Messingdeal“ ist der erste von fünf Fällen für den arbeitslosen Journalisten Philip St. Ives. Der Protagonist ist ziemlich cool und passt damit perfekt zu Thomas‘ Schreibe.

St. Ives fungiert mangels besserer Alternativen als professioneller Verbindungsmann. Ein weltbekanntes Museum aus Washington...

Cover von: Fette Ernte
Rezension zu: Fette Ernte

Fette Ernte hat es in sich und ist toppaktuell – gerade in Zeiten, in denen das Geschäft mit der Spekulation blüht und es zugleich heftig kritisiert wird. Bei dem jetzt im Alexander Verlag erschienenen Krimi von 1975 geht es um Rohstoffspekulationen und deren Manipulation. Dass der Rohstoff als Weizen dazu noch ein hochbrisanter ist, macht die Story auch heute noch sehr fesselnd.

Ross Thomas ist ein sehr politischer und zugleich gesellschaftskritischer...

Cover von: Die Backup-Männer
Rezension zu: Die Backup-Männer

Wer Ross Thomas' Werk kennt, weiß, dass er ein hochpolitischer und gesellschaftskritischer Autor ist. Alle seine Thriller besitzen einen - modern gesprochen - verschwörungstheoretischen Hintergrund. Dem Leser werden die Abartigkeit und Verdorbenheit der Welt in allen denkbaren Facetten vor Augen geführt. Nichts ist wie es scheint - vor allem nicht im politischen System und der sogenannten besseren Gesellschaft. So scheinen Werte wie Demokratie und...